Das Hatfield Trainingssystem

Das sogenannte Hatfield System wurde von Dr. Frederick Hatfield (auch bekannt als Dr. Squat) entwickelt. Er ist mehrfacher Weltmeister im Kraftdreikampf, stellte einige nationale sowie internationale Rekorde auf  und schaffte es in seiner aktiven Zeit auch 400 kg beim Kniebeugen zu drücken. Außerdem war er noch Co-Trainer des amerikanischen Powerlifting Teams, schrieb vier Trainingsbücher und wurde auch noch Vizepräsident der Weider Health and Fitness Inc. und stellt sich die Frage, wie man am besten und schnellsten Muskeln sowie Kraft aufbauen kann. Dafür hat er sein ganzes Wissen genutzt und als Ergebnis kam es zum Hatfield Trainingssystem.

 

Es gibt schon einige Athleten, die nach dem von Hatfield entwickelten System trainieren. Pimpbody zeigt euch, was das besondere an diesem System ist.

Ein Muskel besteht aus vielen unterschiedlichen Bestandteilen. Aus den Bestandteilen der Zelle selbst und auch aus eingelagerten Bestandteilen, wie z.B. dem Zucker oder den Fetten. Diese haben natürlich Einfluss auf die Größe der Muskelzelle als auch auf das Leistungsvermögen. Aufgrund der unterschiedlichen Bestandteile der Zelle, reagieren diese auch unterschiedlich auf die verschiedenen Trainingsreize.

Die sogenannten Eiweißfäden sind zuständig für die Bewegung des Muskels und wachsen bei intensiven und recht kurzen Wiederholungen (8-15). Ganz im Gegensatz dazu stehen die Zuckerdepots in der Muskelzelle, welche sich durch lange, moderate Belastungen vergrößern. Um nun das bestmögliche Muskelwachstum zu erreichen, braucht man unterschiedliche Reize.

Das ist jetzt noch nichts großartig neues, denn bisher hast du ja auch immer wieder deine Trainingspläne und die damit verbundene Wiederholungszahl geändert. Der gravierende Unterschied ist, dass man bei Hatfield nicht alle 6-12 Wochen den Trainingsplan ändert, sondern bei jeder einzelnen Übung.

Die unterschiedlichen Muskelfasertypen

Dr. Hatfield berücksichtigte in seinem Trainingsprogramm auch die unterschiedlichen Muskelfasertypen. Es gibt langsame Fasern, die sogenannten ST (Slow Twitch) Fasern  und die schnellen, weißen Fasern, auch FT (Fast Twtich)Fasern genannt. Jeder Muskel besitzt auch alle drei Fasertypen. Das größte Wachstumpotenzial besitzen die mittleren und schnellen Muskelfasertypen.

Das Training der Muskelfasern erreicht man durch die unterschiedliche Bewegungsgeschwindigkeit bei der Ausführung der einzelnen Übungen. Deswegen sollte man bei den unterschiedlichen Sätzen nicht nur die Wiederholungszahl variieren, sondern ebenfalss die Ausführungsgeschwindigkeit.

Hier ist ein kleines Beispiel für einen möglichen Trainigsplan: 

SätzeWiederholungenTrainingsgeschwindigkeit
1+24-6explosiv
3+412-15normal
5+620-25langsam

Die Übungsanzahl bei den einzelnen Trainingseinheiten kommt auf deine Trainingserfahrung als auch auf deine Regenerationsfähigkeit an.